|open & crowd| oder |warum wir wieder herdenintelligenz nutzen|

crowd

wenn man 2014 von innovation spricht, sind schlagwörter wie |open innovation|, |crowd thinking|, |co-creation| uva. nicht mehr zu überhören. immer öfter öffnet sich der markt neuen möglichkeiten und geschäftsmodellen, um sich der weisheit der masse zu bedienen. doch warum hat die öffnung unterschiedlicher prozesse gegenüber unternehmensexternen marktakteuren mit der nutzung der crowd eine neue dimension erreicht?

grundsätzlich funktioniert dieser partner nach ganz anderen regeln und motivationen, als die traditionelle organisation. gleichzeitig sind die talente der crowd für viele unternehmen eine fast grenzenlose ressource, wenn es nur gelingen würde, diese zu nutzen.

in der noch recht eperimentierfreudigen phase erhärtet sich der verdacht, dass die nutzung der crowd nicht umsonst ist, sondern zunehmend professionell in strukturen und businessmodelle eingebaut wird. doch stehen diese lern- und strategieprozesse und die nutzung der crowd in den bereichen f&e sowie der produktion und finanzierung gerade erst am anfang.

der umbau der wirtschaft hat sich aber durch die öffnung dieser zugänge jetzt schon stark geändert und lässt vermuten, dass die fähigkeit, in immer neuen konstellationen mit unterschiedlichen partnern zu kooperieren, eine kernkompetenz der unternehmen werden wird. und schon tun sich neue fragen auf: wie können unternehmen diese neuartigen regeln und anforderungen schnell lernen und beherrschen? wie können die „unruhigen geister”, die heute in vielen unternehmen an vorderster linie der öffnung stehen, die risiken eingehen und vielleicht sogar schon anders denken und handeln, sich gegenüber dem risikominimierenden und karrieremaximierenden mainstream durchsetzen? einzelbeispiele von leadunternehmen aber vor allem jungen, dynamischen start-ups zeigen erfolgreich, dass querdenken durchaus wege aufzeigt, die man mit konventionellen zugängen nicht bedienen könnte – so entstehen immer öfter neue geschäftsmodelle rund um die crowd.

eine spannende zeit, was sich auch in den vielen ideen und diskussionen, mit denen wir im rahmen unserer projekte immer wieder konfrontiert werden, spiegelt.

abschließend ein kleines zitat – denn bei allen veränderungen bleibt es wohl wahr, was tom burns in seinem standardwerk „the management of innovation” schon in den 1960er jahren über solche akteure anmerkte: „i am more than ever impressed with the extraordinary gap that exists between the perceptiveness, intellectual grasp, and technical competence of people who work in industrial concerns, and the cumbrous, primitive and belittling nature of the administrative structure by which they direct their efforts, and of the constraints they see fit to impose on their thinking and liberty of action.”

burns, t./stalker, g.m. (1966): the management of innovation. london.

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